Generalversammlung

 vom 08.Juli 2011

 

Von Kurt Singer

Pfarrkirchen. "Wir haben versucht, Bewährtes beizubehalten und neue Ideen einzubringen", überschrieb Horst Lackner die Arbeit des Vereins in den vergangenen zwei Jahren, seit er zum Vorsitzenden der TuS 1860 gemeinsam mit einem neuen Team gewählt worden ist. Die erstatteten Berichte zeigten, dass dieser Vorsatz in die Tat umgesetzt werden konnte.

Die Vereinsgeschäfte wären in zehn Hauptausschuss- und 24 Vorstandssitzungen geregelt worden, erklärte Horst Lackner in seinem Bericht. Darüber hinaus habe man in zahlreichen Organisationssitzungen Veranstaltungen wie den "Tag des Sports", den Festabend zur 150-Jahr-Feier, Faschingsveranstaltungen und anderes vorbereitet. "Wir haben dabei stets darauf geachtet, dass unsere Entscheidungen verständlich und transparent sind und dass wir zum Wohle des Vereins handeln", so Lackner. Anteil daran habe Christa Eder-Perzlmaier, die die Arbeit in der TuS-Geschäftsstelle schnell und zuverlässig erledige. Ihr sprach Lackner ebenso seinen Dank aus wie den Abteilungsleitern für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit.

Zur Zeit zähle die TuS 1467 Mitglieder in 16 Abteilungen. 528 von ihnen wären Kinder und Jugendliche. Hier gebühre den lizenzierten Übungsleitern und den ehrenamtlichen Trainern besondere Anerkennung für ihr Engagement. Seinen Dank erstattete Horst Lackner der Stadt Pfarrkirchen, die mit ihren Zuschüssen – es sind dies freiwillige Leistungen – der TuS "eine tolle Unterstützung" gewähre.

In seinem Situationsbericht sprach Lackner zahlreiche Ereignisse und Aktivitäten an: Die Abspaltung in der Karateabteilung im Herbst 2009, die 150-Jahr-Feier mit zahlreichen Veranstaltungen, den Basketball-Kreispokal, das Schaulaufen der Rollschuhabteilung, die Leichtathletik-Stadtmeisterschaften, die Teilnahme am Kinderferienprogramm der Stadt, die Sportlerehrung durch die Stadt mit vielen TuS-Sportlern und anderes mehr. Besonders hob er den WEKO-Halbmarathon – eine Veranstaltung mit heuer 870 Startern – hervor, dem zwar der Sponsor seinen Namen gebe, der aber vom stellvertretenden Vorsitzenden Andreas Wiertz und seinen mehr als 100 freiwilligen Helfern der TuS hervorragend organisiert wurde.

Horst Lackner verwies auch auf besondere Leistungen von TuS-Sportlern. So sei die Handball-Herrenmannschaft in die Bezirksoberliga aufgestiegen und die Schüler A wären niederbayerischer Mannschaftsmeister im Tischtennis geworden. Südbayerischer und bayerischer Meister, sowie süddeutscher Vizemeister wurde der 14-jährige Andreas Jäger, Jannica Parsdorfer ist südbayerische Meisterin und bayerische Vizemeisterin (beide Boxen). Die Leichtathleten hätten sechs Titel bei den niederbayerischen Mehrkampfmeisterschaften errungen.

Eine positive Bilanz zog Schatzmeister Walter Wieser in seinem Bericht. Mit Einnahmen von 102 860 Euro und Ausgaben von 92 911 Euro (2009) bzw. 109 436 Euro und 102 764 Euro (2010) habe man Umsätze wie ein Wirtschaftsbetrieb erzielt. Der Kassenbestand zeigte, dass die TuS auf gesunden finanziellen Füßen steht. Da Kassenprüfer Helmut Linhart – er hatte mit Erika Müller geprüft – nur lobende Worte für die Buch- und Kassenführung fand, wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet. Zugleich bestellt man die bisherigen Kassenprüfer auch für die nächsten zwei Jahre in ihr Amt.

3. Bürgermeister Kurt Vallée lobte die von der TuS herausgegebene Broschüre, in dem die Berichte der einzelnen Abteilungen abgedruckt sind. "Sportler müssen mit Sieg und Niederlage leben", stellte er fest und der Verein zeige jungen Menschen den Weg, wie damit umgegangen werden soll. "Die Abteilungen leisten wertvolle Arbeit für Kinder und Jugendliche durch Bildung und Ausbildung und zur Integration von Kindern verschiedener Nationen, damit sie wertvolle Mitglieder der Gesellschaft werden." Eine Lanze brach Vallée für das Ehrenamt, bei dem es nicht nur im Bereich "Sport" hapert. "Verein und Ehrenamt sind das Herz unserer Gesellschaft und dies wird bei einem so großen Verein wie der TuS deutlich."

"Die Stadt Pfarrkirchen ist mit ihrer Sportförderung beispielhaft im ganzen Landkreis", erklärte BLSV-Kreisvorsitzender Ludwig Zeiler und erinnerte dabei an den Festabend zur 150-Jahr-Feier, die eine beeindruckende Veranstaltung gewesen sei. "Die Stadt hat erkannt, dass Vereine ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft sind." Zeiler bestätigte die Schwierigkeiten vieler Vereine, ehrenamtliche Helfer – vor allem für den Jugendbereich - zu finden. Erfreulich für die Verantwortlichen der TuS das Resümee des BLSV-Kreisvorsitzenden: "Die TuS Pfarrkirchen ist ein Aushängeschild für den Sport in unserem Landkreis."

 

Ehrungen langjähriger Mitglieder  

Pfarrkirchen. Nicht weniger als 49 TuS-Mitglieder sollten im Rahmen der Generalversammlung (die PNP berichtete) für ihre langjährige Mitgliedschaft und für die Treue zum Verein geehrt werden. Andere Veranstaltungen, Urlaub, Krankheit und anderes waren die Gründe dafür, dass nur ein Viertel der zu Ehrenden an der Versammlung teilnehmen konnte.

TuS-.Vorsitzender Horst Lackner, seine Sellvertreter Sepp Emmer und Andreas Wiertz, 3. Bürgermeister Kurt Vallée und BLSV-Kreisvorsitzender Ludwig Zeiler überreichten den langjährigen Mitgliedern die unterschiedlichen Abzeichen. 25 Jahre gehören der TuS an: Thomas Aicher, Stefan Benesch, Rosemarie Bichler, Josef Borchi, Werner Engel, Josef Fischer, Erwin Gründobler, Josef Gschneidner, Josefa Haslinger, Regine Haslinger, Anton Haslinger, Florian Haslinger, Raimund Hochecker, Ernestine Kaiser, Jürgen Kieler, Gabriele Löffler, Maria Maier, Christoph Mankowski, Sigi Meier, Brigitte Muche, Renate Oswald, Wolfgang Oswald, Albert Pichlmeier, Rudolf Reitmeier, Kurt Schinzel, Marianne Seidinger, Ursula Sieghartner, Andreas Sieghartner, Renate Singer, Roland Singer, Bernadette Theiner, Franz Theiner, Matthias Theiner, Richard Willmerdinger, Christine Winnichner und Marlies Wunderle.

Auf 50 Jahre TuS-Mitgliedschaft blicken Gerhard Dörfler und Franz Moser zurück, 55 Jahre sind es bei Günther Baumgartner, Marianne Jahrstorfer und Josef Thüring. Walter "Wack" Dellerer, Peter Farek und Walter Seidinger gehören der TuS 60 Jahre an und gar 65 Jahre sind es bei Willi Beyerlein, Elmar Karlstetter, Erich Lackner, Alfred Roth und Josef Stockner. ks